Microsoft Copilot oder Piloti?
Piloti beantwortet Planungsfragen aus den neun Landesbauordnungen und den OIB-Richtlinien und führt sie im Projekt bis zum freigegebenen Aktenvermerk. Copilot steckt in vielen Büros schon in Microsoft 365. Hier, was jedes Werkzeug für Baurecht und Planung leistet.
Gemeint ist Microsoft Copilot, früher Microsoft 365 Copilot. Angaben laut Microsoft (microsoft.com, learn.microsoft.com), gelesen im September 2026.
Kurz gesagt
Für Fragen zum österreichischen Baurecht ist Piloti die bessere Wahl: Es bringt die Landesbauordnungen aus dem RIS und die OIB-Richtlinien mit, nennt die Ausgabe, die im Bundesland gilt, und führt die Antwort bis zur Freigabe im Projekt. Copilot passt für Mails und Dateien in Microsoft 365.
Was Piloti im Planungsbüro übernimmt
Piloti arbeitet mit der Bauordnung und den Bautechnikvorschriften des Landes, in dem Ihr Projekt steht, für Wien etwa auch mit der Wiener Bautechnikverordnung 2023, dem Wiener Garagengesetz 2008 und den MA 37 Merkblättern. Es zitiert so, wie ein Bescheid es tut, und öffnet die RIS-Quelle an der markierten Stelle.
Aus der Frage wird Arbeit im Projekt: „Mach den Einreichcheck bis Freitag“ läuft als Aufgabe unter Ihrem Namen und Ihren Rechten, eine Tiefenrecherche legt ihren Bericht mit Befundmatrix unter „Berichte“ ab, und ein Aktenvermerk geht zur Freigabe in den Posteingang.
Im Detail
| Piloti | Microsoft Copilot | |
|---|---|---|
| Wofür gebaut | Planungsfragen österreichischer Projekte, belegt, bis zum Aktenvermerk und zur Freigabe | Assistent in Microsoft 365, von Word und Outlook bis Teams |
| Wissensbasis | Landesrecht aus dem RIS, OIB-Richtlinien, Normenverzeichnis, Büroarchiv, Projektdokumente, Web | Daten der Organisation in Microsoft 365 über Microsoft Graph: Dokumente, E-Mails, Kalender, Chats, Besprechungen; Websuche über Bing |
| Berechtigungen | Aufgaben laufen unter Ihrem Namen und Ihren Rechten; das Büroarchiv sieht kein anderes Büro | Zeigt laut Microsoft nur, was die Person sehen darf |
| Baurecht | Bundesland und OIB-Ausgabe als Teil der Antwort, Fundstelle bis zum Paragrafen oder Punkt | Kein eigener Bestand an österreichischem Baurecht; antwortet aus Ihren Dokumenten und aus dem Web |
| Genauigkeit | Fundstellen vor dem Anzeigen gegen den Quelltext geprüft | Microsoft schreibt selbst, dass Antworten nicht garantiert zu 100 % sachlich richtig sind |
| Projektarbeit | Projekte mit Plänen, Fassungen, Projektgedächtnis, Aufgaben und Freigabe im Posteingang | Arbeitet in Ihren Dateien und Anwendungen; Ablage und Freigabe regeln Sie in SharePoint und Teams wie bisher |
| Training | Kein Training mit Büro-Daten | Laut Microsoft kein Training der Basismodelle mit Eingaben, Antworten und über Microsoft Graph abgerufenen Daten |
Angaben zu Microsoft Copilot laut Microsoft, gelesen im September 2026. Stimmt etwas nicht mehr, schreiben Sie uns, und wir korrigieren es.
Wo Piloti vorn liegt
- Österreichisches Baurecht als eigene Grundlage: neun Landesbauordnungen aus dem RIS und die OIB-Richtlinien.
- Die Ausgabe, die im Bundesland gilt. Piloti nennt sie, wenn sie den Wert verändert, und fragt nach, wenn Bundesland oder Gebäudeklasse fehlen.
- Pläne als Bild: Piloti sieht Grundriss und Schnitt an und markiert, welche Zeichnung auf dem Blatt es gelesen hat.
- Ein Ablauf für Planungsfragen: Tiefenrecherche mit Bericht im Projekt, Befunde als offene Punkte, Aktenvermerke mit Freigeben, Änderungen anfordern oder Ablehnen.
Wofür Copilot gut passt
- Das Büro-Wissen, wo es schon liegt: Protokolle, Mails, Besprechungen und Dokumente in Microsoft 365, ohne Umzug.
- Eingebaut in Word, Outlook und Teams: Mails zusammenfassen, Besprechungen nachbereiten, Entwürfe schreiben.
Woher Copilot baurechtliche Antworten nimmt
Copilot antwortet aus zwei Quellen: aus den Daten Ihrer Organisation und aus dem Web über Bing. Liegt in Ihrem SharePoint die aktuelle Fassung der Bauordnung, findet Copilot sie. Liegt dort eine alte, findet es die alte. Welche OIB-Ausgabe in welchem Bundesland verbindlich ist, entnimmt Copilot dem, was es gerade findet.
Piloti zieht je Bundesland die Landesgesetze aus dem RIS heran und nennt die OIB-Ausgabe, die dort laut OIB-Übersicht gilt, wenn sie den Wert verändert. Das Zitat lautet so, wie ein Bescheid es schreibt: „Bauordnung für Wien, § …“.
Wie beides zusammenpasst
Copilot und Piloti schließen einander nicht aus. Für Mails, Besprechungsnotizen und die eigenen Microsoft-365-Dateien ist Copilot das nähere Werkzeug, für die Frage, was ein Projekt in Salzburg oder Tirol erfüllen muss, Piloti.
Dokumente aus SharePoint oder vom Dateiserver kommen durch Hochladen ins Projekt oder ins Büroarchiv, auch als ganzer Ordner: PDF, Word, Excel, PowerPoint, CSV und Bilder. Was dort liegt, zieht Piloti neben dem Baurecht heran, und das Büroarchiv sieht kein anderes Büro.
Gut zu wissen
Die Verantwortung für den Entwurf bleibt beim Planungsbüro. Piloti nennt zu jeder Antwort die Quellen, damit Sie sie prüfen können, und fragt nach, wenn ein entscheidender Fakt wie das Bundesland fehlt.
Häufige Fragen
Kann Microsoft Copilot österreichisches Baurecht?
Copilot hat keinen eigenen Bestand an Landesbauordnungen und OIB-Richtlinien. Es antwortet aus Ihren Dateien in Microsoft 365 und aus dem Web über Bing, also so gut wie die Fassungen, die es dort findet. Piloti zieht das Landesrecht des Projekts aus dem RIS und die OIB-Richtlinien heran und prüft jede Fundstelle gegen den Quelltext.
Was kostet Microsoft Copilot?
Microsoft nennt auf seiner US-Website für die Enterprise-Variante 30 US-Dollar je Nutzer:in und Monat bei jährlicher Zahlung; die Business-Variante setzt eine Microsoft-365-Business-Lizenz voraus, und Copilot Chat ist für berechtigte Microsoft-365-Nutzer:innen ohne Aufpreis enthalten. Pilotbüros vereinbaren die Bedingungen direkt mit uns Gründern.
Trainiert Microsoft mit den Daten aus Copilot?
Laut Microsoft werden Eingaben, Antworten und über Microsoft Graph abgerufene Daten nicht zum Training der Basismodelle verwendet. Piloti trainiert ebenfalls keine Modelle mit Büro-Daten, und Pläne bleiben Eigentum des Büros.
Wo verarbeitet Copilot die Daten?
Microsoft verarbeitet Copilot-Daten europäischer Kunden laut eigener Angabe innerhalb seiner europäischen Datengrenze, mit Ausnahmen für einzelne Modellanbieter. Wie Piloti mit Daten umgeht, steht in der Datenschutzerklärung: kein Training mit Büro-Daten, Pläne bleiben Eigentum des Büros, das Büroarchiv sieht kein anderes Büro.
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